Wintergarten: Der Garten für drinnen

Der Wintergarten ein fester Bestandteil des Hauses. Seine Aufgabe ist es, Pflanzen und Menschen vor äußeren Witterungseinflüssen zu schützen und Temperaturschwankungen auszugleichen. Der Bau eines Wintergartens ist demnach komplizierter und mit größeren rechtlichen Anforderungen verbunden. So ist der Anschluss an den Baukörper unter Berücksichtigung der jeweiligen bauphysikalischen und statischen Gegebenheiten zu gewährleisten. Überschreitet die Grundfläche des Wintergartens 50 Quadratmeter, gilt er als „kleines Gebäude“ bzw. als Gebäudeerweiterung, für das wiederum besondere Auflagen gelten. Ein weiterer bedeutender baulicher Unterschied betrifft die thermische Gestaltung. So müssen etwa die Anforderungen der EnEv an die Luftdichtigkeit erfüllt und außerdem darauf geachtet werden, dass keine Wärmebrücken entstehen, die zur Bildung von Kondenswasser führen. Zur Beheizung nutzt der richtig konstruierte Wintergarten den Treibhauseffekt, in sogenannten Wohnwintergärten werden auch konventionelle Heizsysteme eingesetzt, mit denen im Winter Temperaturen von über 19 °C erreicht werden. Planung und Installation der Heizung müssen sicherstellen, dass eine ausreichende Konvektion erzeugt wird, damit Feuchtigkeit schnell trocknen kann. Der Be- und Entlüftung, Beschattung und Verglasung sowie vor allem der Heizung, Dämmung und Luftzirkulation kommen beim Wintergarten demnach besondere Bedeutung zu.